Azzedine Alaia Ausstellung – Fazit

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Deutschland tut sich ja mit manchen Dingen etwas schwer und Mode gehört definitiv dazu! Ich hasse die Menschen, die nach Ladenschluss oder an einem Sonntag über die Kö laufen und die Kollektionen der Designer zerreißen. Wohlgemerkt stehen besagte Personen mit Rucksäcken und Birkenstock-Sandalen vor den schimmernden Schaufenstern. Ich habe nie von Preisen gesprochen, falls jetzt wieder jemand auf die Idee kommt zu sagen: Das ist alles zu teuer und nicht jeder kann sich das einfach so leisten. Einfach so ist mal garnicht und bei den Preisen denke ich mir mittlerweile insbesondere bei Louis Vuitton ob diese gewürfelt werden…! Nein es geht um das Design der Kollektionen und auch wenn ich manches fragwürdig finde, sollte man die Arbeit der Designer einfach achten, denn alle sechs Monate den Wandel zu bringen würde wohl niemandem leichtfallen. Aber gut, kommen wir zum eigentlichen Thema. Azzedine Alaïa. Am Abend der Ausstellungseröffnung machte ich mir noch große Sorgen, da ich meine schriftliche Einladung in Belgien im Birefkasten hatte und nur eine Mail auf dem iPhone hatte, mein Outfit habe ich innerhalb von 30 Minuten inkl. duschen und schminken nach der Arbeit noch gewechselt, damit ich nicht zu spät komme. Wenn ich einen Großteil des Publikums genommen hätte, dann wären Flip Flops und ein weißes Sommerhemdchen auch gegangen. Meine Freundin S. und ich kommen am NRW Forum an, Türsteher sind zwar da, wirklich ihren Job machen die aber nicht, keine Einladung muss gezeigt werden, husch sind wir drin. Die Gesellschaft tummelt sich bei schlechtem Weißwein und Apfelschorle. Azzedine Alaïa taucht kurz auf und hält eine Rede, ein Moment der Ruhe. Die Garderobe der Besucher musste ich zum Teil beäugen, nicht weil sie so herausragend war, nein das Gegenteil war der Fall.

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Ich habe am Sonntag Verona Feldbusch mit Ihrem Mann am Hyatt gesehen, in Alaïa – sie hat abgenommen und sah einfach göttlich aus mit passenden Jimmy Choo Wedges zu dem güldenen Alaïa Kleid! Das aber nur am Rande. Kommen wir zur Ausstellung. Ich glaube manchmal, dass sich Kunst und Mode nicht vertragen, zumindest nicht in manchen Punkten. Diese alternative Stimmung der Künstler ist oft nicht mit dem schöpferischen Geist eines Modedesigners gleich zu stellen, Mode lebt, auch wenn sie ruht – ähnlich einer Skulptur. Aber von Kunst verstehe ich zu wenig, deshalb führe ich diese Diskussion jetzt nicht weiter aus. Die Gäste waren also bis auf ein Paar sehr chice Damen eine Katastrophe. Die Ausstellung war bzw. wäre schön, nur leider fehlte den Kleidern in manchen Räumen für meine Begriffe die Luft zum atmen, sie standen einfach zu eng. Das war sehr schade, die Auswahl der Stücke war ansprechend, allerdings hätten Accessoires, wie Schuhe, Taschen und breite Taillengürtel sich an einer großen Wand in meinen Augen auch noch gut gemacht. An dem Abend war es leider voll, ist ja klar, so einfach wie man reinkam. Den Menschenauflauf kann ich nicht entschuldigen, ich kenne wirklich gute Ausstellungen und Vernissagen in Hamburg, München, London und Frankreich. Da würde so etwas nie passieren, aber das ist organisatorischer Fehler… Wer von Euch sich die Ausstellung ansehen möchte, nichts wie hin – ich werde dies auch nochmals in Ruhe tun, ohne Gedrängel und ganz für mich alleine, damit diese Werke wirken können.

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